Trachtenforschungs- und -beratungsstelle des Bezirks Mittelfranken

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Termine & Veranstaltungen

Trachtentanz

Veranstaltungen der Trachtenforschungs- und –beratungsstelle. Terminangaben ohne Gewähr. Es kann sich aus organisatorischen Gründen immer kurzfristig etwas ändern. Bitte entnehmen Sie daher das genaue Datum und die Uhrzeit immer der aktuellen Tagespresse, der Internetseite des Bezirks Mittelfranken (www.bezirk-mittelfranken.de) oder unserer Webseite.

Für mit einem * gekennzeichnete Veranstaltungen ist eine Anmeldung erbeten. Mit ** gekennzeichnete Veranstaltungen sind anmeldepflichtig. Rückfragen und Anmeldungen: 0981/ 4664-5021

Datum: 1. - 2. September 2018

Ort: Marktplatz Greding

Veranstaltung: 25. Gredinger Trachtenmarkt
Europaweit die größte Fachmesse für alle an Tracht Interessierten, mit vielfältigen Angeboten an Verkaufsständen, Vorträgen, Kursen & Workshops, Aktionen, Vorführungen usw. Motto: 25 Jahre Trachtenmarkt Greding – „Gewandreise durch die Zeit“ Mit Gästen aus Bosnien und Herzegowina

Datum: 27. Oktober – 4. November 2018

Ort: Messegelände Nürnberg

Veranstaltung: Consumenta 2018
Die Trachtenforschungsstelle wird im Rahmen der Consumenta 2018 mit einem Stand vertreten sein.

Datum: 15. – 19. Oktober 2018
Uhrzeit: jeweils von 10.00 Uhr - 17.00 Uhr oder individuell nach Kurs

Ort: Kulturhaus des Bezirks Mittelfranken

Veranstaltung: Herbst Handarbeit
Bei unserer Handarbeitswoche im Herbst werden verschiedenste sowohl alte als auch neue Techniken präsentiert.


Montag, 15.10.2018

Schmuck zur Tracht
Anfertigen eines Arm- oder Halsbandes aus Perlen
Kursleitung: Katrin Weber M.A., Leiterin der Trachtenforschungsstelle
Maximale Teilnehmerzahl: 8
Kursgebühren: Materialkosten ca. 30 Euro p.P.


Dienstag, 16.10.2018

„Frivolitäten“ aus Occhispitze
Grundtechniken der Schiffchenarbeit
Kursleitung: Christel Bieritz, Mitarbeiterin der Trachtenforschungsstelle
Maximale Teilnehmerzahl: 6
Kursgebühren: Materialkosten ca. 25 Euro p.P. – dies beinhaltet ein komplettes Occhi-Starterset in einem hübschen Schmuckkästchen.


Mittwoch, 17.10.2018

Färben mit Naturfarben
Herstellung der Reservierungspaste „Papp“, Färben in der Indigoküpe
Kursleitung: Katrin Weber M.A., Leiterin der Trachtenforschungsstelle
Maximale Teilnehmerzahl: 6
Kursgebühren: Materialkosten ca. 20 Euro, Stoff zum Färben muss selbst mitgebracht werden.


Donnerstag, 18.10.2018 und Freitag, 19.10. (Zweitageskurs)

Perlentaschen stricken mit winzig kleinen Glasperlen.
Eine alte Handarbeitstechnik, die fast verloren gegangen ist.
Kursleitung: Ada Even
Maximale Teilnehmerzahl: 6
Kosten: 150 Euro inklusive allem Material (Perlen, Garn und Nadeln)


Freitag, 19.10.2018

Kleine Trachtengeldbörse mit Perlen (bekannt aus der „Landlust“)
Kursleitung: Ada Even
Maximale Teilnehmerzahl: 15
Kosten: 75 Euro inklusive allem Material
Hinweis: Dieser Kurs kommt nur zustande, wenn nicht genügend Anmeldungen für den Zweitageskurs eingehen!


Freitag, 19.10.2018

Schauklöppeln der Klöppelschule Burg Abenberg
und Klöppelkurs für AnfängerInnen
Kursleitung: Christine Meier, Leiterin der Klöppelschule
Maximale Teilnehmerzahl: 4
Kosten: noch unbekannt, wird ergänzt

Veröffentlichungen

Befindet sich noch im Umbau/ Inhalte folgen.

Tätigkeitsbereiche der Trachtenforschung

Diese Bezirkseinrichtung untersucht das traditionelle Kleidungsverhalten in Mittelfranken im Zusammenhang von Brauchtum, Geschichte und Herstellungstechniken. Die Ergebnisse dieser Forschungen zu den Trachten mit ihren regionalspezifischen Elementen werden in einer Schriftenreihe publiziert, in Ausstellungen vorgestellt und in den verschiedenen Gebieten des Bezirks unterschiedlich in attraktive tragbare Trachtenerneuerungen mit ortstypischer Ausprägung umgesetzt. Wissenschaftliche Forschung und praktische Trachtenpflege werden so miteinander verknüpft.

BERÄT

Privatpersonen, Vereine, Trachten- und Musikgruppen, Tanzkreise, Museen, Sammlungen und Schulen

FORSCHT

in Archiven, bei Gewährspersonen, in Museen, in Kirchen und in Sammlungen.

VERÖFFENTLICHT

Bücher, Artikel, Schnittmusterbögen, Stickmuster oder Klöppelmuster.

Die Trachtenforschungsstelle des Bezirks Mittelfranken...

KONZPIERT & VERANSTALTET

Ausstellungen, Messe- und Marktstände, den Gredinger Trachtenmark, Vorträge, Seminare sowie Unterricht in Schulen.

ORGANISIERT

Nähkurse, Veranstaltungen, Seminare, Schulungen.

BEWAHRT

Trachten, Mode, Handarbeiten, Textilien und Zubehör.

Die Trachtenforschungs- und -beratungsstelle des Bezirks Mittelfranken wurde 1986 gegründet und war in dieser Form damals einmalig in der Bundesrepublik Deutschland. Erste Leiterin der Einrichtung war Frau Evelyn Gillmeister-Geisenhof. Die Einrichtung war zunächst im renovierten Roßhirtenturm in Schwabach, später dann in Heuberg bei Weißenburg untergebracht.

Im November 2016 folgte Katrin Weber M.A. als neue Leiterin der Forschungs- und -beratungsstelle nach. Im Sommer 2017 zog die Trachtenberatung in das neue Kulturhaus des Bezirks Mittelfranken in Stein-Unterweihersbuch.

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Was ist Tracht?

Die Kleidung ist immer ein sichtbares Zeichen ihrer jeweiligen Zeit. Sie ist Ausdruck für die politische und wirtschaftliche Situation sowie die soziale Stellung des Einzelnen. Besondere charakteristische Elemente prägten darüber hinaus die Kleidung in den unterschiedlichen Gebieten.

Aber auch in diese regionalgebundene Kleidung, in die Tracht, flossen langsam und verzögert - meistens im Generationswechsel - modische Veränderungen ein und ließen den Zeitgeist erkennen. Das Kleidungsverhalten steht im engen Zusammenhang mit dem Brauchtum, das fast ausschließlich mit den kirchlichen Konfessionen verknüpft ist. Katholische und evangelische Gebiete unterschieden und grenzten sich sichtbar durch ihre Kleidungsweise ab.

Innerhalb einer Dorfgemeinschaft sprach die Tracht eine eigene Sprache. Hier war einem Kleidungsstück eine Funktion zugeordnet. Es war erkennbar, ob jemand in Freud oder Leid, verheiratet oder ledig war, ob Hochzeit, Konfirmation oder Kommunion gefeiert wurde usw.

Kleidung war und ist ein Spiegelbild der Zeit, der Region und des einzelnen Menschen. Diese Mehrdimensionalität innerhalb des Kleiderwesens im Zusammenhang mit der Zeit - Ort - Funktion ergibt erst den Begriff "Tracht".

Forschungsaufgabe

Die Aufgabe umfasst das Forschen über das historische und gegenwärtige Kleidungsverhalten in Mittelfranken. Das heißt forschen über regionaltypische Kleiderformen in ihrer historischen Entwicklung und Veränderung, die soziale Kommunikation von Kleidung und über deren situations- und anlassbezogene Funktionen sowie deren Abhängigkeit zum Brauchtum. Ein repräsentatives und annähernd verifizierbares Ergebnis erhält man in der Trachtenforschung durch die Auswertung einer Vielzahl der unterschiedlichen Quellarten, die erst die breite Vielfalt im Kleidungsbereich sichtbar machen.

Die Forschungstätigkeit hat langfristig zum Ziel, die große Vielfalt des Kleidungsverhaltens in Mittelfranken zu erfassen und zu dokumentieren, aber auch die Ergebnisse in eine zeitgemäße Gestaltung umzusetzen. So ist es die Aufgabe der Trachtenforschung, den Quellen nachzugehen. Die schriftlichen Primärquellen liefern Material aus der Staats-, Stadt-, bzw. Gemeinde- oder Pfarrarchiven und Bibliotheken. Hier sind Nachlassinventare und Hinterlassenschaftsfakten, Hochzeitslisten, Kleiderordnungen, Verhörprotokolle, Steckbriefe, Streitschriften, Handwerks- und Gewerbeakten zu nennen.

Doch auch aus schriftlichen Sekundärquellen, die überwiegend in der Zeit der Aufklärung entstanden und das Leben und damit auch die Kleidungsweise der Allgemeinbevölkerung schildern, sind in Reisebeschreibungen, Topografien und sogar Umfragen nachzulesen. Bildquellen wie Trachtengrafiken, Portraits, Votivtafeln, Staffage- und Genredarstellungen und natürlich historische Fotos nehmen in der Forschung einen wichtigen Stellenwert ein.

Realquellen wie Kleidungsstücke, auch wenn nur sehr wenige erhalten sind, bilden für die Trachtenforschung einen großen Wert. Über den engen Zusammenhang von Kleidung und Brauchtum können nur noch sehr wenige Menschen in Mittelfranken berichten. So ist jetzt der letzte Zeitpunkt gekommen, dass Zeitzeugen authentisch über regionales Kleidungsverhalten berichten können.

Forschung

Pro Tracht

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Der Grundgedanke des Projektes ist, Elemente historischer Trachten in die Gegenwart zu überführen und in Form von tragbaren, modernen Kleidungsstücken sowohl den Sinn für regionale Identität als auch den bewussten Umgang mit der Vergangenheit zu stärken.

Pro Tracht ist keine Trachtenmode, sondern eine modische Tracht für eine neue fränkische Identität.

Pro Tracht kann in jeder der unten aufgeführten Werkstätten und/oder Schneidereien angeschaut und bestellt werden. Diese Werkstätten haben eine Lizenz erworben, um die Trachten der eingetragenen Marke Pro Tracht herstellen zu dürfen.

Pro Tracht kann auch zu den unten aufgeführten Terminen angeschaut und probiert werden. Wenn Ihnen eine Tracht gefällt, können Sie diese bestellen, die Stoffe aussuchen und damit Ihnen die Tracht passt, werden Sie von einer Schneiderin vermessen.

In jeder dieser Werkstätten können Sie direkt einen "Probiertermin" vereinbaren: in den Lizenzschneiderwerkstätten für die Frauentrachten im Berufsbildungswerk in Nürnberg oder bei Kleiderstolz in Dinkelsbühl sowie für die Männertrachten beim Trachten Benkert in Thüngen.

Schneiderwerkstätten mit Lizenz für Pro Tracht

Bei Interesse können Sie sich auch direkt mit den Werkstätten in Verbindung setzen.

Herrenschneidereien
logo benkert
Gutenbergstr. 3
97289 Thüngen
Tel.: 09360-239
info@trachten-benkert.de


Damenschneidereien
Berufsbildungswerk Nürnberg für
Hör- und Sprachgeschädigte
Pommernstraße 25
90451 Nürnberg
Tel.: 0911-6414-0
bbw-nbg@bezirk-mittelfranken.de


logo kleiderstolz
Schneiderei und Ladengeschäft
Inselweg 1
91550 Dinkelsbühl
Tel.: 09851-9980330
kleiderstolz@gmx.de
www.kleiderstolz.de

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Das Kulturhaus Stein

Kulturhaus Stein

Das Kulturhaus im Steiner Stadtteil Unterweihersbuch ist ein ehemaliges Wohnstallhaus aus dem späten 18. Jahrhundert. Bereits seit 1303 ist an dieser Stelle ein Anwesen nachgewiesen. Nach einer wechselvollen Geschichte erwirbt die Stadt Stein 1938 den Gebäudekomplex. In der ehemaligen Scheune wird der städtische Bauhof untergebracht; im Wohnhaus entstehen mehrere Wohnungen. Seit 2010 steht das Haus unter Denkmalschutz. 2014 beschließt der Bezirk Mittelfranken, das Gebäude anzumieten. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten kam es am 2. Oktober 2015 zu einem Großbrand im Dachstuhl, dem die kompletten oberen Geschosse zum Opfer fielen. Schnell wurde, auch aufgrund der erhalten gebliebenen historischen Stube mit den schönen Schablonenmalereien, beschlossen, das Haus wieder neu aufzubauen. Im Juli 2017 konnte es schließlich eingeweiht und bezogen werden. Heute beherbergt das Wohnstallhaus Nr. 3 am Asbacher Weg die Büroräume der Trachtenforschungs- und -beratungsstelle mitsamt Archiv und Bibliothek, das Büro des Popularmusikberaters sowie eine Außenstelle der Bezirksheimatpflege und ein Büro des Musikfestivals Fränkischer Sommer.