Was ist Tracht?

Die Kleidung ist immer ein sichtbares Zeichen ihrer jeweiligen Zeit. Sie ist Ausdruck für die politische und wirtschaftliche Situation sowie die soziale Stellung des Einzelnen. Besondere charakteristische Elemente prägten darüber hinaus die Kleidung in den unterschiedlichen Gebieten.

Aber auch in diese regionalgebundene Kleidung, in die Tracht, flossen langsam und verzögert - meistens im Generationswechsel - modische Veränderungen ein und ließen den Zeitgeist erkennen. Das Kleidungsverhalten steht im engen Zusammenhang mit dem Brauchtum, das fast ausschließlich mit den kirchlichen Konfessionen verknüpft ist. Katholische und evangelische Gebiete unterschieden und grenzten sich sichtbar durch ihre Kleidungsweise ab.

Innerhalb einer Dorfgemeinschaft sprach die Tracht eine eigene Sprache. Hier war einem Kleidungsstück eine Funktion zugeordnet. Es war erkennbar, ob jemand in Freud oder Leid, verheiratet oder ledig war, ob Hochzeit, Konfirmation oder Kommunion gefeiert wurde usw.

Kleidung war und ist ein Spiegelbild der Zeit, der Region und des einzelnen Menschen. Diese Mehrdimensionalität innerhalb des Kleiderwesens im Zusammenhang mit der
Zeit - Ort - Funktion ergibt erst den Begriff "Tracht".

 






















 
 
 
 
Die Trachtenforschungs- und
-beratungsstelle ist eine Einrichtung des Bezirks Mittelfranken.


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